Gymnasium Remigianum besucht AuschwitzGedenkstättenfahrt 2014  A

In der vergangenen Woche fuhren 30 Schüler und Schülerinnen der gymnasialen Oberstufe des Gymnasiums Remigianum mit ihren Lehrern Sarah Pöpping und Norbert Terliesner zu einer Gedenkstättenfahrt nach Polen, um dort mehr über die Verfolgung der Juden und deren massenhafte Ermordung zu erfahren.

Dort besichtigten sie die Konzentrationslager in Auschwitz und Birkenau und das Jüdische Viertel in Krakau. Im Rahmen einer AG hatten sie sich zuvor mit jüdischen Einzelschicksalen beschäftigt, um besser auf die Fahrt vorbereitet zu sein. In Auschwitz angekommen, besuchten die Schüler als Erstes das Konzentrationslager I in Auschwitz, welches sich nur wenige Hundert Meter von der Unterkunft befand. Dieses Konzentrationslager, das heute museumsartig an vielen Einzelschicksalen das menschenunwürdige Leben und Sterben der dort inhaftierten Menschen zeigt, führt an vielen bedrückenden Beispielen die menschenverachtende Naziideologie und den Verlust der persönlichen Identität der dort inhaftierten Menschen vor Augen. Die zynische Lagerüberschrift ‚Arbeit macht frei' kann angesichts des millionenfachen Elends nur als blanker Zynismus gesehen werden. Am nächsten Tag besichtigte die Gruppe das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau II. Auf diesem riesigen, 170 ha großen, Gelände waren noch deutlich die Gräueltaten des NS-Regimes zu erkennen, nämlich neben Wohn- und Funktionsbracken vor allem die Rampe, an denen die Menschen nach ihrer Ankunft mit Güterwaggons selektiert wurden und die Überreste der Gaskammern, in denen so viele Menschen im Rahmen der ‚Endlösung' umgekommen waren. Dies und die enorme Größe des Geländes lösten bei vielen Schülern große Betroffenheit aus. Nach der Führung schilderte ein Zeitzeuge seine persönlichen Erlebnisse im Konzentrationslager. Er war als Kind aufgrund des Wahrschauer Aufstandes ins Konzentrationslager Birkenau eingeliefert worden. Diese unvorstellbaren Geschehnisse von jemandem zu hören, der selbst diese Zustände erlebt hat, war für alle eine ergreifende Erfahrung.

Am Mittwochmorgen besuchten die Gymnasiasten eine Synagoge. Dieser Besuch sollte ihnen das Leben der Juden vor dem Krieg näher bringen. Anschließend ging es weiter nach Krakau. In der wunderschönen, alten Stadt konnten sie alle Erlebnisse noch einmal Revue passieren lassen. Dort besuchten sie auch Schindlers Fabrik aus dem gleichnamigen Film „Schindlers Liste". Dieser Ort zeigte ihnen, wie viele Menschen durch eine einzige couragierte Person gerettet werden können. Für alle Teilnehmer war diese Studienfahrt sicher eine intensive und schwierige, aber auch einzigartige und sehr wertvolle Erfahrung, die sensibilisiert für den weiteren Umgang mit dem Thema und der Würde aller Menschen.

 

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