Ergreifende Zeitzeugenberichte 

Schülergruppe des Remigianum im „Onderduikmuseum Markt 12“ in Aalten

In der Synagoge mussten alle Jungen eine Kippa tragenAm Freitag (29.03.2019) besuchte eine mehr als 50-köpfige Schülergruppe der Q1 des Gymnasium Remigianum das niederländische Grenzstädchen Aalten, das aus deutscher Sicht vor allem eine Attraktion aufweist: „Markt 12“, die Adresse des Hauses, das während der deutschen Besatzungszeit zahlreichen Verfolgten Versteck und Obdach bot. Das Gebäude ist längst zu einem Museum umgebaut worden, das mit modernen Medien, interessanten Aufgaben, Zeitzeugenberichten und neuerdings mit einem „Escaperoom“ zu einer Attraktion im Grenzgebiet geworden ist.
Im Museum vermochte insbesondere die Zeitzeugin Jenny Kempink die Schüler in den Bann zu ziehen. Als kleines Mädchen wohnte sie mit ihren Eltern in dem Haus, das nicht nur als Versteck, sondern auch als Umschlagplatz für Flüchtlinge diente, die von dort aus zumeist auf entlegene Gehöfte in der Umgebung verteilt wurden.

Außerdem besuchten die Schüler die kleine Aaltener Synagoge. Neben jüdischen Gebräuchen beeindruckte vor allem der Mut einer Widerstandskämpferin unsere Schüler: Die Niederländerin hielt sich als Ordensfrau verkleidet auf Bahnsteigen am Amsterdamer Bahnhof auf, von wo Juden in das Konzentrationslager Westerbork abtransportiert wurden. Mehr als zehn Mal gelang es ihr, ein Kind unter ihrer Ordenstracht zu verbergen, um es den Blicken des deutschen Wachpersonals zu entziehen und es so in Sicherheit zu bringen.

Eine Hälfte der Borkener Gruppe mit der Zeitzeugin Jenny Kempink in der Mitte

Die gesamte Borkener Gruppe vor dem Aaltener Museum

Medienscouts

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