Demokratiebildung

Am Gymnasium Remigianum verstehen wir Demokratiebildung als eine grundlegende Aufgabe schulischer Erziehung. In Anlehnung an den Referenzrahmen Schulqualität NRW fördern wir eine Schulkultur, die von Partizipation, Mitbestimmung und Verantwortungsübernahme geprägt ist.

Ziel ist es, unsere Schülerinnen und Schüler zu befähigen, selbstständig Entscheidungen zu treffen, Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen und sich aktiv in demokratische Prozesse einzubringen. Unsere Überzeugung : Nur wer Demokratie selbstwirksam erlebt, wird sich engagiert für sie einsetzen.

Die konkrete Mitwirkung gerade unserer aktiven Schülervertretung ist in diesem Sinne eine wichtige Basis unserer Demokratieförderung.

Ein zentrales Element unserer Demokratiebildung ist auch die Teilnahme an der Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, der wir seit 2016 angehören. In der AG „Schule mit Courage“ setzen sich Schülerinnen und Schüler aktiv für Vielfalt, Respekt und ein diskriminierungsfreies Miteinander ein. Jährlich werden Aktionen wie die Gedenkveranstaltung am 9. November, die Internationale Woche gegen Rassismus oder der Gedenktag „Weiße Rose“ durchgeführt.

Um demokratisches Bewusstsein und politische Bildung zu stärken, führen wir regelmäßig das Format „Mit Demokratie zum Ziel: Politikerinnen und Politiker in der Schule“ durch. Dabei kommen Abgeordnete verschiedener politischer Ebenen mit unseren Schülerinnen und Schülern ins Gespräch, um über demokratische Entscheidungsprozesse und ihre persönliche politische Arbeit zu berichten.

Ein weiterer fester Bestandteil unseres Schulcurriculums ist das Programm „Jugend debattiert“, das seit 2016 in den Fächern Deutsch, Geschichte und Sozialwissenschaften verankert ist. Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II nehmen jährlich an Schul- und Regionalwettbewerben teil und erlernen so die Grundlagen der argumentativen Auseinandersetzung und Meinungsbildung. Zur weiteren Vertiefung wird die Einführung eines Projektkurses „Jugend debattiert“ angestrebt.

Demokratische Mitbestimmung wird auch durch die Juniorwahl gefördert, die im Rahmen aller Landtags-, Bundestags- und Europawahlen für die gesamte Schülerschaft durchgeführt wird. So erhalten unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich frühzeitig mit Wahlen, politischen Programmen und demokratischen Entscheidungsprozessen auseinanderzusetzen.

Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist ein essenzieller Bestandteil unserer Demokratiebildung. Als Schulgemeinschaft nehmen wir unsere Verantwortung wahr, aus der Geschichte zu lernen, indem wir aktiv eine gelebte Erinnerungskultur pflegen. Jährlich finden Gedenkstättenfahrten nach Auschwitz und Bergen-Belsen statt, an denen Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 und 11 teilnehmen. Diese Fahrten ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus, den Verbrechen an der Menschlichkeit und der Bedeutung von Verantwortung und Zivilcourage in der Gegenwart.

Die Fahrten werden durch vorbereitende und nachbereitende Einheiten begleitet, die historische Hintergründe aufarbeiten und die Reflexion über die Erlebnisse vor Ort fördern. Die Teilnehmenden tragen ihre Erfahrungen in die Schulgemeinschaft hinein, indem sie über ihre Eindrücke berichten und Impulse für weitere Projekte im Bereich der Demokratiebildung setzen.